Schlagwort-Archive: Vortrag

Damenschaften

Die Vorstellungen, die heute mit studentischen Korpoarationen verbunden werden, sind vielfältig. Die ausschweifenden Alkoholexzesse, die mehr als verwunderlichen (Einführungs-) Rituale und das zur Schau stellen überholter Traditionen sind die harmlosesten Merkmale. Daneben stehen sie für eine erzkonservative, oftmals rassistische und antisemitische Ausrichtung. Das Pendant der männlichen Burschenschaften – die Damenschaften – ist hingegen weitestgehend unbekannt. Mit ihnen wollen wir uns in dem Vortrag beschäftigen und klären, inwiefern sie nur Kopien der Burschenschaften sind oder ob sie gar ein emanzipatorisches Potential für sich reklamieren können.

Der Vortrag beginnt am 01.11.2018 um 19.00 Uhr im Sub.

Rheinmetall entwaffnen

Weltweit sind Waffen der deutschen Firma Rheinmetall an Morden beteiligt. Über Tochtergesellschaften im Ausland schafft es Rheinmetall sogar die wenigen bestehenden Rüstungsexportregeln zu umgehen und seine Erzeugnisse auch in Kriegs- und Krisenregionen zu verkaufen. Im Jemen sterben Menschen durch Bomben, die Rheinmetall in Italien produziert hat. Die Türkei führt mit Leopard-2-Panzern im nordsyrischen Afrin einen völkerrechtswidrigen Krieg. In Zusammenarbeit mit diesem türkischen Regime strebt Rheinmetall den Bau einer Munitionsfabrik und die Produktion von Panzern in der Türkei an. Rheinmetall baut eine Fabrik für FUCHS-Radpanzer in Algerien. Diese Auflistung lässt sich lange fortsetzen.

Wir wollen nicht weiter zulassen, dass Menschen durch Rüstungsgüter von Rheinmetall sterben. Lasst uns gemeinsam überlegen, wie wir gegen Rheinmetall aktiv werden können. Wir laden euch daher ein mit uns gemeinsam zu diskutieren, Informationen auszutauschen und uns zu organisieren.

Die Veranstaltung findet am 23.8. um 18.30 Uhr in den Räumen der Sozialistischen Jugend – Die Falken, Bohlweg 55, statt.

Revolution in Deutschland 1918-23 – Vortrag mit Daniel Kulla

Revolution in Deutschland 1918-23
Vortrag mit Daniel Kulla

Die Novemberrevolution 1918 hat es gerade so ins landläufige Geschichtsbild geschafft, zumindest unter Linken geht sie noch bis Januar 1919 weiter. Der Höhepunkt der revolutionären Bewegung im März 1919 ist hingegen unter den diversen historischen Siegererzählungen fast verschwunden, was auch die Rückschau auf die weiteren Massenstreiks, Sozialisierungen und Erhebungen bis 1923 sowie die Folgegeschichte prägt. (Nazis redeten nicht gern genauer darüber, wen sie da zusammengeschossen hatten und für wen; die SPD redete gar nicht gern darüber, auf wen sie die ersten Nazis so alles hat schießen lassen; die KPD redete nicht ganz so gern darüber, auf wen geschossen wurde, wenn es nicht ihre Leute waren oder sich zumindest als solche reklamieren ließen.)

So ist das wichtigste revolutionäre Vorbild in der deutschen Geschichte genau deshalb fast vergessen, weil es in so hohem Maß selbstorganisiert war und damit nicht in die übliche nationale wie antinationale Vorstellung vom Deutschen passt, sich weder für Vereinnahmung noch als Schreckbild anbietet. Gleichermaßen in Vergessenheit geraten sind die Konsequenzen: Sowohl der Aufstieg des Nationalsozialismus als auch sein konkretes Erscheinungsbild – mehr als bei jedem anderen Faschismus eine Verkleidung als Arbeitskräfterevolution – erscheinen ohne diese Vorgeschichte kaum begreiflich. Kulla schlägt vor, die kommenden fünf Jahre der revolutionären 100. Jahrestage ab November 2018 dazu zu nutzen, diese Geschichte so sichtbar wie möglich zu machen.

Los geht es am 10.09. um 19.00 Uhr im Sub, Bohlweg 55.

Die politische Situation in der Westsahara

Vor 42 Jahren wurden hunderttausende Menschen aus der Westsahara durch mauretanische und marokkanische Besatzer zur Flucht in die algerische Saharawüste gezwungen. Dort leben sie bis heute in Flüchtlingssiedlungen, die vom Rest der Welt abgeschnitten sind und immer noch einem Provisorium gleichen.
Wir werden uns in dem Vortrag mit der politischen Situation der Westsahara und den Lebensbedingungen der Menschen in den algerischen Flüchtlingscamps beschäftigen.

Der Vortrag beginnt am 28.6. um 19.00 Uhr im Sub, Bohlweg 55.

Die Deutsche Beteiligung am Krieg in Kurdistan

Die Falken Braunschweig veranstalten als Teil des Bündnisses „Freund*innen der kurdischen Freiheitsbewegung“ den Vortrag mit Diskussion zu den deutschen Waffenexporten an die Türkei. Referent: Yilmaz Pêskevin von Civaka Azad

Die Türkei geht seit einigen Wochen mit Waffengewalt gegen die Kurden in Syrien vor. Der Konflikt ist jedoch nicht nur kritisch aus völkerrechtlicher Sicht zu beurteilen, sondern ist zugleich brisant, da die deutschen Interessen und die Befeuerung des Konfliktes durch die gleichzeitige Belieferung und Unterstützung durch militärisches Material vertreten werden. In diesem Vortrag soll daher sowohl der Konflikt in den kurdischen Gebieten als auch ganz konkret die deutsche Mitwirkung und natürlich damit auch Verantwortung angesprochen werden.

Los geht es am 23.05.2018  um 19.00 Uhr im Gewerkschaftshaus im Wilhelm 5.