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Politischer Cluburlaub – Das SommerdinX 2018

Auch dieses Jahr wollen wir wieder den Sommer gemeinsam verbringen und die Zeit nutzen, uns theoretisch und praktisch im Sozialismus zu üben. Wer mal Ruhe von der Familie braucht, sich etwas Besseres vorstellen kann, als im Sommer nur für Uni und Schule zu lernen und sich dazu erklären will, warum man das Unbehagen mit dieser Welt nicht loswird, ist bei uns genau richtig. Wir wollen Pause von den alltäglichen Zumutungen machen, praktisch in Selbstorganisation etwas Besseres als die Konkurrenz leben und uns theoretisch in Seminaren und Workshops darüber Gedanken machen, warum wir mit dieser Welt keinen Frieden schließen wollen.

Und so läuft’s ab: Jeden Tag ausschlafen, dann ausgiebig brunchen. In den beiden anschließenden Workshopphasen gilt es dann, sich gemeinsam linke Theorie und Praxis aus allen relevanten Themengebieten anzueignen, bestehende Zustände zu analysieren, zu kritisieren und gemeinsam neue Perspektiven zu entwickeln. Es soll Workshops zu Antisemitismus und Feminismus geben, zu Nationalismuskritik und Kapitalismus und zu vielen anderen Themen. Wenn du selbst was anbieten möchtest oder zu einem Thema schon immer mal was erfahren wolltest, dann kannst du das in deiner Anmeldung dazuschreiben. Dazu kommt das Abendprogramm mit Vorträgen, Musik und selbstorganisierter Theke, ausschlafen am nächsten Morgen inklusive. Die einzige Voraussetzung ist, dass du Lust hast, dich einzubringen.

 

Zeitraum: 30.7.-8.8.2018

Alter: ab 16 Jahre

Ort: Jugendzeltplatz Almke

Kosten: Normalpreis 110€, Solipreis 180€, Mindestbeitrag 80€; Tagesticket 12€/20€/9€

Antifa ABC

Adorno und Marx, Kritische Theorie, Wert und Ware. Das und viele mehr sind Namen und Begriffe, die oft in Gesprächen und Diskussionen auftauchen und ganz selbstverständlich benutzt werden. Manchmal ein bisschen zu selbstverständlich, denn manch eine*r fragt sich doch zwischendurch: Was bedeutet das jetzt nochmal genau, wer hat das gesagt und in welchem Zusammenhang eigentlich? Und was bedeutet das jetzt für mein politisches Handeln? In diesem Wochenendseminar wollen wir uns mit Grundbegriffen linker Theorie beschäftigen. Dabei werden von den Referent*innen bedeutende linke Autor*innen und ihre Theorien vorgestellt, in einen zeitgeschichtlichen Zusammenhang eingeordnet und es wird geklärt, was diese mit ihren Theorien und Gesellschaftsanalysen darstellen woll(t)en. Und auch linke Schlüsselbegriffe schauen wir uns gemeinsam an und erklären uns diese. Fragen sind dabei immer und ausdrücklich erwünscht!

Das Seminar findet vom 03.11.-05.11. in Barsinghausen statt. Das Seminar kostet 35€/ für Falken 30€

Diktatur statt Sozialismus. Die russische Revolution und die deutsche Linke 1917/18

Hinterher mochte niemand mehr erinnert werden: an die Monate vor der deutschen Novemberrevolution und daran, wer was wann wo wie zu den Bolschewiki gesagt hatte. Allenfalls bekannt sind heute einige wenige
Beiträge Karl Kautskys, Eduard Bernsteins und Franz Mehrings aus der »Leipziger Volkszeitung« und aus Rudolf Breitscheids Korrespondenz »Sozialistische Auslandspolitik«. Komplett unbekannt hingegen ist der Jahrgang 1918 der Stuttgarter Wochenzeitschrift »Der Sozialdemokrat«, unter der Patenschaft von Clara Zetkin 1914 gegründet und von Leo Jogiches im Sommer 1917 zum offiziellen Sprachrohr der Spartakusgruppe umgebaut.Im Zentrum des Bandes stehen die entsprechenden Beiträge in diesen beiden Periodika. Die Beiträge zeigen ungewöhnliche Frontverläufe, nicht bei den Opponenten, sondern bei den Befürwortern. Und sie sind sozuagen das Material für Rosa Luxemburgs «Russische Revolution«. Eine Nachauflage erlebte diese Debatte Ende 1921, Anfang 1922, als Paul Levi das Fragment »Die russische Revolution« von Rosa Luxemburg veröffentlichte. Diese Auseinandersetzung wurde für die Luxemburg-Rezeption prägend. Auch sie wird hier erstmals dokumentiert. Mit Beiträgen von: Otto Bauer, Eduard Bernstein, Rudolf Breitscheid, Nikolai Bucharin, Arthur Crispien, Wilhelm Düwell, Alfred Henke, Edwin Hoernle, Mathilde Jacob, Adolf Joffe, Karl Kautsky, Wladimir I. Lenin, Paul Levi, Rosa Luxemburg, Juli Martow, Alexander Martynow, Franz Mehring, P. Petrow.

Dr. Jörn Schütrumpf, Jg. 1956, Historiker, 1982-1990 Mitarbeiter am Zentralinstitut für Geschichte an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Seit 2003 Geschäftsführer des Karl Dietz Verlages Berlin. Viele Jahre Redakteur der Periodika ›UTOPIE kreativ‹ und ›Das Blättchen‹. Zahlreiche Veröffentlichungen in Sammelbänden und Zeitschriften; seine Arbeitsschwerpunkte sind vor allem: Geschichte der DDR und der deutschen Linken vor 1933. U. a. Veröffentlichungen: Freiheiten ohne Freiheit: Die Deutsche Demokratische Republik (2009); Herausgeber von: Jenny Marx oder: Die Suche nach dem aufrechten Gang (2008), Rosa Luxemburg oder: Der Preis der Freiheit (2010), Rosa Luxemburg: Die Liebesbriefe (2012), Angelica Balabanoff: Lenin oder: Der Zweck heiligt die Mittel (2012).

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Niedersachsen in Kooperation mit Sozialistische Jugend – Die Falken Braunschweig und in/progress Braunschweig. Die Veranstaltung findet am 19.10 um 19.00 Uhr im Sub, Bohlweg 55 statt.

„Organisierungsansätze und Kampagnenstrategien der Neuen Rechten“

„Organisierungsansätze und Kampagnenstrategien der Neuen Rechten“

Mit dem Aufstieg der AfD und der PEgIdA-Bewegung ging ebenfalls eine größere Sichtbarkeit einer extrem rechten Strömung einher, die in den Jahren zuvor kaum mehr politische Erfolge erzielen konnte: Die Neue Rechte. Neben der Unterstützung nahestehender Akteure, wie etwa den völkischen AfD-Gruppierungen „Der Flügel“ und „Patriotische Plattform“, versuchen sich Teile der Neuen Rechten seit dem Auftreten der weithin als „Flüchtlingskrise“ titulierten Migrationsbewegungen an eigenen Kampagnen- und Organisierungsversuchen. Im Vortrag soll dabei die sog.
„Ein Prozent“-Kampagne im Vordergrund stehen, die etwa von Götz
Kubitschek, Jürgen Elsässer und Protagonisten der Identitären Bewegung ins Leben gerufen wurde.

Anna-Lena Heckel und Eric Angermann, beide aktiv in der
Basisdemokratischen Linken (BL) Göttingen, haben für die neue
Falken-Theoriezeitschrift „thug magazine“ den Beitrag „Kampagne für Menschenhass“ verfasst, der ebenfalls die „Ein Prozent“-Kampagne thematisiert.“

Der Vortrag findet am 4.07. um 19.00 Uhr in den Räumen der Falken statt.

Hat hier grade jemand Spaltung gesagt?

Hat hier grade jemand Spaltung gesagt? Eine Reise durch die Theoriegeschichte der Linken mit Julian Bierwirth (Falken Göttingen)

Das Linke die Gesellschaft verändern wollen, gilt als Gemeinplatz. Auch, dass sie eine bessere, eine freiere, eine gleichere Gesellschaft wollen, wird oft unterstellt. Und doch scheinen sich Linke bei all dieser Gemeinsamkeit nicht einig darüber, was und wohin sie eigentlich wollen. Wir wollen daher an diesem Abend gemeinsam auf die Geschichte der linken, emanzipatorischen Bewegungen schauen um herauszufinden, wo die Ursachen für die vielen linken Szenestreitigkeiten liegen. Eine zentrale Bedeutung wird dabei dem traditionellen Marxismus zukommen, der als eine Art Urbild emanzipatorischer Gesellschaftstheorie noch heute als Bezugs- und Abgrenzungspunkt linker Theorien und Bewegungen eine zentrale Rolle spielt. Von hier aus wollen wir ein Verständnis unterschiedlicher linker Strömungen entwickeln.

Der Vortrag beginnt am 10.3. um 19.00 Uhr im Sub.