Sommerdinx 2019

Wir freuen uns, euch hiermit zum diesjährigen und damit inzwischen fünften Sommerdinx am wunderschönen Heiligensee einzuladen!

Denn auch in diesem Sommer wollen wir wieder eine Woche gemeinsam wegfahren um aus dem Alltagsstress auszubrechen und uns gegenseitig zeigen, dass ein besseres Leben möglich ist. Egal ob du nur eine kleine Pause von Mitbewohner*innen und Familie brauchst, ob du deine Genoss*innen aus anderen Städten wiedersehen willst, ob du dich endlich mal wieder mit anderen Dingen beschäftigen willst, als immer nur Ausbildung, Uni, Lohnarbeit und Schule oder ob du dich einfach nur austauschen willst darüber, warum du mit dieser Welt keinen Frieden schließen willst – auf dem Sommerdinx ist für all dies Platz!
Campalltag heißt für uns: Jeden Morgen ausgiebig Brunchen, und dann in den Workshops zusammen über verschiedenste linke Theorie und Praxis diskutieren, die Welt analysieren und uns den Kopf darüber zerbrechen, wie wir sie verändern können. Unser Fokus soll dieses Jahr noch stärker darin liegen, voneinander zu lernen, aktuelle Diskussionen aus unseren Politgruppen einmal in Ruhe auszudiskutieren, uns für gemeinsame Aktionen zu vernetzen und uns darüber auszutauschen, wie wir unsere politische Arbeit in nächster Zeit gestalten wollen.
Und weil dieses Sommerdinx gleichzeitig unser erstes großes Jubiläum ist, wollen wir auch nicht vergessen uns alle auch ein bisschen selbst zu feiern für das, was wir in den letzten Jahren zusammen auf die Beine gestellt haben! Denn jede*r Einzelne zählt, wenn es darum geht, für alle eine schöne Zeit auf dem Sommerdinx zu ermöglichen!
Das gilt natürlich auch für das inhaltliche Programm: Wenn du also Lust hast, selbst einen Workshop anzubieten oder ein Thema hast, das dich interessiert, schreib uns einfach unter kv@falken-bs.de! Wir schauen dann zusammen, wie wir dich unterstützen können oder suchen nach einer Person, die sich vorstellen kann, etwas dazu vorzubereiten.
Wir freuen uns auf dich!

Das Sommerdinx findet dieses Jahr auf dem Zeltplatz Heiligensee bei Berlin statt.

Anmelden kannst du dich unter: kv@falken-bs.de

Für das komplette Anwesenheit beim Sommerdinx gilt:
Reduziert: 60€
Normal: 100€
Soli: 160€

Falls du aus finanziellen Gründen nicht mitfahren kannst, melde dich bei uns. Gemeinsam finden wir eine Lösung!

Peer Leader International Braunschweig beendet Aktivität.

Sechs Jahre haben wir als Kreisverband mit der Braunschweiger Gruppe des
Vereins Peer Leader International kooperiert.

Gemeinsam konnten wir einige lohneswerte Ideen und Projekte umsetzen,
haben viel gelernt und sogar internationale Kontakte geknüpft.

Da einige der Aktiven bereits weggezogen sind oder dies vorhaben, hat
die Gruppe entschieden ihr Projekt nun zu beenden.

Wir sagen Danke für die gute Zusammenarbeit!

Zeltlager 2019

Ohne die Anderen geht es einfach nicht! Mit den Falken geht es dieses Jahr auf den Falkenzeltplatz in Berlin Heiligensee. Dort schlagen wir vom 20.07 – 03.08.2019 unsere Zelte auf sandigem Boden unter Kiefern auf und fühlen uns zwischen einer riesigen Sanddüne und der Havel fast wie am Meer.

Ohne die Anderen geht es einfach nicht – auf einem Falkenzeltlager geht es um jede*n Einzelne*n, die oder der mitfährt und um uns alle miteinander. Das sind immerhin bis zu 70 Kinder und Jugendliche und wir, die alten Hasen, die euch dabei unterstützen die gemeinsame Zeit so zu gestalten, dass alle richtig gute Ferien erleben können.

In Zeltgruppen mit ca. 8 ungefähr Gleichaltrigen und 2 Gruppenhelfer*innen hast du jeden Tag Zeit zum Abenteuer erleben, Expeditionen in den Wald unternehmen, in der Havel schwimmen, über dasquatschen, was euch beschäftigt… und, na klar, einander kennenlernen mit allem Schönen und Anstrengenden, was dazugehört. Dieses Jahr gibt es zwei  Zeltdörfer, eins für die Falken (8-11 Jahre) und eins für die Roten Falken (12-16 Jahre). Die sind wichtig, damit die Jüngeren mal Ruhe von den Älteren haben und umgekehrt UND, damit eins der wichtigsten Dinge funktioniert: dass ihr mitbestimmt, was auf dem Zeltlager passiert! Dazu gibt es jeden Tag Versammlungen, auf denen ihr eure Anliegen einbringen könnt.

An den Nachmittagen kann in unterschiedlichen Workshops alles Mögliche ausprobiert werden: Boxen, Batiken, Blockflöte spielen – auch du kannst etwas anbieten! Und am Ende eines vollen Tages gibt es gemeinsam gekochtes leckeres Essen aus unserer eigenen Zeltlagerküche. Und wer dann noch nicht vor Müdigkeit von der Bank gefallen ist, der und die kann am Lagerfeuerschein Lieder singen.  Du fährst schon ewig mit und es ist sowieso klar, dass du 2019 wieder dabei bist? Toll, wir freuen uns, dich wiederzusehen! Du hast Lust, zum ersten Mal dabei zu sein? Großartig! Wir sind gespannt auf dich!

Kosten: 310€, Solipreis 400€.

Es können zusätzliche Vergünstigungen für Teilnehmer*innen mit Wohnsitz in Braunschweig gewährt werden sofern ein BS-Pass vorliegt. Darüber hinaus fahren Geschwister günstiger mit:

mit BS-Pass: 1. Kind: 160€, ab dem Kind mit BS-Pass 2. Kind: kostenfrei!

„normale“ Kinderermäßigung: 1. Kind 310, 2. Kind 160€, 3. Kind 10€

Rechte Gewalt endlich ernst nehmen und handeln – Offener Brief an den niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius

Juli 2019

Sehr geehrter Herr Pistorius,

Die Ermordung Walter Lübckes durch einen seit Jahrzehnten aktiven und bekannten rechten Aktivisten macht uns betroffen und wütend. Betroffen macht uns nicht nur die schreckliche Tat, sondern auch, dass rechte Gewalttäter und rechte Strukturen immer noch so ungehindert in Deutschland agieren können. Als Akteure der demokratischen Zivilgesellschaft wissen wir, dass eine solche rechte Gewalttat immer auch uns gilt. Die Aussage ist unmissverständlich: Wer aktiv ist für eine demokratische und offene Gesellschaft, der befindet sich im Visier der Rechten und soll jederzeit damit rechnen müssen bedroht, angegriffen oder auch ermordet zu werden. Diese Bedrohungslage ist für uns seit Jahren traurige Realität, ebenso wie die öffentliche Ignoranz und die fehlende Verfolgung der Täter, ihrer Unterstützer, ihrer Strukturen und ihres Milieus.

Es ist kein Zufall, dass wir als aktive zivilgesellschaftliche Akteure in den Fokus rechter Organisationen geraten. Von der AfD über die Identitäre Bewegung bis zu den militanten Kameradschaften haben rechte Gruppierungen die zivilgesellschaftlichen Institutionen als Feinde identifiziert und gehen gezielt gegen sie vor. In den Parlamenten werden die finanzielle Förderung und der öffentliche Rückhalt von Jugendverbänden und Jugendeinrichtungen torpediert. Auf der Straße werden Jugendzentren angegriffen, Lokalpolitikerinnen, engagierte Lehrerinnen und Flüchtlingshelfer*innen bedroht, Jugendliche überfallen und Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte verübt. Bei alledem agieren diese Gruppen längst nicht mehr unabhängig voneinander. Ihre Netzwerke und Verbindungen reichen von rechten Thinktanks und Medienaktivisten über militante Kameradschaften und die rechte Kampfsportszene bis in die Parlamente und die staatlichen Sicherheitsorgane.

Diese Zustände sind nicht neu. Sie existieren seit vielen Jahren überall in der Bundesrepublik. Wir beobachten aber durchaus eine zunehmende Radikalisierung. Viele rechte Gruppen und Einzelpersonen fühlen sich mittlerweile als Avantgarde einer schweigenden Mehrheit und werden zunehmend ungeduldiger, die Gesellschaft nach ihren ideologischen Vorstellungen umzugestalten. Damit sinkt auch die Hemmschwelle für individuell oder kollektiv ausgeübte Gewaltexzesse, welche ihrerseits die Radikalisierungstendenzen der Rechten vorantreiben und sie in ihrem Vorgehen bestätigen, denn: Die Rechten haben Erfolg mit ihrer Strategie.

Die staatlichen Behörden begegnen dem Problem des rechten Terrors kaum oder gar nicht. Rechte Gewalttäter müssen selten harte strafrechtliche Konsequenzen fürchten und dürfen sich durch die fehlende oder nachlässige Verfolgung ihrer Taten ermutigt fühlen. Häufig erwecken die Ermittlungsbehörden nicht einmal den Eindruck, als gäbe es überhaupt ein Interesse an der Verfolgung rechter Gewalttaten. Demgegenüber müssen diejenigen, die solche Verbrechen zur Anzeige bringen nicht nur damit rechnen, dass ihnen mit Ignoranz oder Unverständnis begegnet wird, sondern damit, dass ihre persönlichen Daten und ungeschwärzte Akten immer wieder in den Händen rechter Anwälte landen, was ihre persönliche Situation noch bedrohlicher macht. Gerade vor dem Hintergrund, dass mittlerweile immer wieder Medienberichte über neonazistische Netzwerke und Strukturen innerhalb der Polizei- und Verfassungsschutzbehörden veröffentlicht werden, stellen diese Umstände ein mehr als besorgniserregendes Signal dar.

Wir erwarten an dieser Stelle und besonders nach den aktuellen Morddrohungen gegen den Sprecher des Braunschweiger Bündnisses gegen Rechts David Janzen, dass die Bedrohung des rechten Terrors von staatlicher Seite endlich ernst genommen und bekämpft wird. Dies muss auch beinhalten, dass das bisherige Agieren der Ermittlungs- und Verfassungsschutzbehörden kritisch und unabhängig überprüft wird, blinde Flecken beleuchtet und rechte Strukturen aufgedeckt werden und entsprechende strukturelle und personelle Konsequenzen folgen. Beamte, die mit rechten Positionen sympathisieren, müssen konsequent aus dem Dienst entfernt werden.

Wir erwarten von Ihnen als Innenminister, dass Sie einen solchen Prozess in den Behörden initiieren und offensichtliche Missstände nicht mehr dadurch verdeckt werden, dass sich die Verantwortlichen stets schützend vor Strukturen stellen, die ganz offensichtlich Teil des Problems geworden sind. Weiterhin haben gerade die letzten Jahre gezeigt, dass eine unabhängige Beschwerde- und Ermittlungsstelle für die Polizei unabdingbar geworden ist.

Wir wollen es ganz deutlich sagen: Die staatlichen Stellen und Behörden haben uns jahrelang mit der Bedrohung durch den rechten Terror alleingelassen. Spätestens seit der Ermordung von Walter Lübcke wird es endlich Zeit den Lippenbekenntnissen Taten folgen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen,

Sozialistische Jugend – Die Falken | Landesverband Niedersachsen
Sozialistische Jugend – Die Falken | Bezirksverband Hannover
Sozialistische Jugend – Die Falken | Bezirksverband Braunschweig
Sozialistische Jugend – Die Falken | Bezirksverband Weser-Ems

Mitzeichnende:
DGB-Jugend Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt, ver.di Jugend Niedersachsen-Bremen, Linksjugend [’solid] Niedersachsen, JANUN Niedersachsen e.V., VVN-BdA Niedersachsen e.V., Junge Presse Niedersachsen, ver.di Jugend Süd-Ost-Niedersachsen, Die Linke | Kreisverband Region Hannover, Victor Perli (MdB & Vorsitzender der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen e.V.), JANUN Hannover e.V, Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Uelzen, Arbeitskreis Soziale Arbeit Hannover, Aufstehen gegen Rassismus Hannover, Stadtjugendring Hannover e.V., Stadtjugendring Wolfsburg e.V., Attac Wolfsburg, Attac Göttingen, Attac Osnabrück, VVN-BdA Lüneburg, Uelzener Bündnis gegen Rechts, VVN-BdA Braunschweig, Fraktion der Bürgerinitiative Braunschweig (BIBS), SCHLAU Göttingen, ETHIA und ETHIA gegen Rassismus e.V., NaturFreunde Göttingen e.V., DIDF Oldenburg, SV BARIS Delmenhorst, Refugium Flüchtlingshilfe e.V. Braunschweig,Ökoscouts e.V. Braunschweig

Wer den Brief mit zeichnen möchte, kann dies weiterhin tun und sich per Mail beim Landesverband der SJ- Die Falken melden (info@falken-nds.de).

Girls just wanna have Fun-damental rights – das Internet als Ort feministischer Aktion

Am 03.07.2019 um 18 Uhr im SUB; Goslarsche Straße 20A, 38118 BS
Feminismus ist inzwischen ein Thema was sowohl im medialen als auch im sozialwissenschaftlichen Diskurs Relevanz gewonnen hat. Beim Betrachten von feministischen Diskursen kommt man heute nicht um den Begriff „Netzfeminismus“ herum. Netzfeminist*innen veröffentlichen Texte in Blogs oder Onlinemagazinen, sie sind via Twitter, Facebook und Instagram vernetzt, tauschen sich aus und können z.B. durch Hashtags („#“) schnell auf tagesaktuelle Geschehnisse reagieren. In diesem Workshop soll es darum gehen einen Überblick zu erhalten und um Strategien zu entwickeln die einen in der täglichen feministischen Arbeit im Netz unterstützen.

  • mit Amina Yousaf, Netzfeministin