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Action Days

Die Mädchengruppe „Riot-Girls“ der Falken Braunschweig lädt zu den Action Days für Mädchen vom 01.10 – 04.10.2018 in das Falkenzentrum „Sub“ (Bohlweg 55) ein. An vier Tagen können Mädchen im Alter von 11 – 17 Jahren in verschiedene Themenfelder hineinschnuppern. Angefangen mit einer Einführung in die Feminismustheorie (am Montag),  einen Theater Workshop geleitet von einer Theaterpädagogin (am Dienstag), einem Rap-Workshop (Mittwoch) bis hin zu einen Self-Empowermentkurs zur Stärkung des Selbstvertrauens am Donnerstag ist für jede etwas dabei.

 

Die Riot-Girls (ab 11 Jahre) treffen sich donnerstags von 16:30 – 18:30 Uhr. Gemeinsam mit erfahrenen Teamerinnen gestalten sie ihre Freizeit selbstbestimmt, planen Aktionen und beschäftigen sich mit politischen Themen. Mehr Informationen zur Gruppe gibt es im Internet unter https://kv.falken-bs.de/maedchengruppe/.

Der Teilnahmebeitrag für die Action Days beträgt 5 € pro Tag (inkl. einem Mittagessen). Um eine Anmeldung unter kv@falken-bs.de wird gebeten.

Mädchenspektakel 2018

Jedes Jahr organisieren die Falken für euch das berühmt-berüchtigte Mädchenspektakel!
Ein Wochenende haben wir Zeit, gemeinsam mit vielen anderen Mädchen und jungen Frauen alles auszuprobieren, worauf wir immer mal Lust hatten, aber uns bisher noch nicht so richtig getraut haben. Wir lernen, uns selbst zu verteidigen und laut und bestimmt “Nein!” zu sagen, wenn uns etwas nicht passt. Wir tackeln, dribbeln und foulen auch mal. Wir backen, wir basteln, wir bauen und tanzen. Und wir lernen gemeinsam, was andere Frauen Tolles geleistet haben, um ihre und unsere Rechte zu erkämpfen!
Fast alles ist möglich an diesem Wochenende und jede kann einen Teil dazu beitragen! Zu diesen Themen könnt ihr Workshops besuchen: Kreatives Schreiben, Selbstbehauptung, HipHop/Streetdance, Graffiti und Streetart, Bauen und Basteln, Ballsportarten ausprobieren, Theater, Geschichten berühmter Frauen und viele mehr!
Ihr kennt das Mädchenspektakel noch nicht? Dann wird es aber höchste Zeit!

 

Zeitraum: 21.-23.9.2018

Alter: 6-16 Jahre

Ort: Barsinghausen bei Hannover

Kosten: 40€/35€ für Falkenmitglieder

Proletarierinnen organisieren sich – die Gebärstreikdebatte von 1913

1913, kurz vor dem Ausbruch des ersten Weltkriegs, propagierten Hunderte Berliner Proletarierinnen, die Hamburger Arbeiterin Alma Wartenberg sowie die zwei Ärzte Moses und Bernstein einen Gebärstreik. Die SPD-Führung, als Gegnerin dieser Forderung, rief unter der Losung „Gegen den Gebärstreik!“ Versammlungen in Berlin ein. Die als Rednerinnen geladenen, bekannten und einflussreichen sozialistischen Theoretikerinnen Rosa Luxemburg, Clara Zetkin und Luise Zietz prägten die dort geführte Debatte durch komplette Verweigerung eines politisch geführten Gebärstreiks (ganz im Sinne der SPD-Führung).

In welchen Verhältnissen lebten proletarische Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts? Wie bedingten diese das entstehen der Debatte? Welche

Möglichkeiten hatten sie, über Schwangerschaften selbst zu entscheiden? Wie nahm sich die sozialistische Frauenbewegung ihrer Interessen an? Welche patriarchale Strukturen werden erkennbar? Die 1913 geführte Gebärstreikdebatte wirft all diese Fragen auf.

In diesem Vortrag versucht Minna Mariak die Fragen unter einem materialistischen Blickwinkel zu beantworten.

Der Vortrag beginnt am 12.4. um 19.00 Uhr in den Räumen der Falken, Bohlweg 55.

 

Methoden der Geschlechtersensiblen Pädagogik

Ort: Braunschweig, Sub, 16-18 März 2018

Geschlechterreflektierende Pädagogik will das herrschende System des Patriarchats und die Heteronormativität aufbrechen. Sie bezieht sich klar auf feministische Gesellschaftskritik. Im Kapitalismus wirken viele Ungleichheitsachsen, Geschlecht ist nur eine Kategorie, allerdings eine zentrale. Geschlecht meint dabei ein gesellschaftliches Verhältnis, das schon vor der Geburt eines Menschen den Lebensweg manifestiert und täglicher Bestandteil der Lebensrealität eines jeden Menschen ist.

Mit gendersensibler Pädagogik wollen wir Kindern und Jugendlichen nicht nur Begriffe an die Hand geben, sondern ihnen ermöglichen, sich kritisch mit eigenen und fremden Geschlechterrollen und damit verbundenen Zumutungen auseinanderzusetzen und freiere Möglichkeiten des Zusammenlebens zu entwickeln. Gleichzeitig wollen wir ihnen die Bedeutung von eigenen und fremden individuellen Grenzen deutlich machen und sie für einen sensiblen Umgang begeistern.

Doch was bedeutet dieser Anspruch konkret? Welche Methoden haben wir für welche Altersgruppe zur Hand? Wie können und wollen wir mit Kindern über und an Geschlechterrollen, Körperbilder, sexualisierte Gewalt, Grenzen und Grenzverletzungen sprechen und arbeiten? Wann arbeiten wir koedukativ, wann lieber in geschlechterhomogenen Gruppen? Das alles wollen wir uns in diesem Wochenendseminar aneignen und uns darüber hinaus mit eigenen Erfahrungen, der eigenen Sozialisation und deren Auswirkung auf unsere pädagogischen Tätigkeiten auseinandersetzen.

Das Seminar wird von von einer erfahrenen Gendertrainerin der Falken Sachsen geleitet und ist Teil unserer Helfer*Innenschulung, mit der ihr die Juleica beantragen könnt.
Das Seminar kostet 25€/20€ für Falken inkl. Verpflegung.