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Mahnwache zum internationalen Tag gegen Kindersoldat*innen

Mahnwache zum internationalen Tag gegen Kindersoldat*innen

Wir rufen zur Mahnwache am 12.02 von 17:30 bis 18:30 auf dem Schlossplatz auf. Wir wollen am internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindersoldat*innen darauf aufmerksam machen, dass Frieden die einzig erstrebenswerte Form des Zusammenlebens in der Weltgemeinschaft ist.
Als Jugendverbände wollen wir besonders darauf Aufmerksam machen, dass heute etwa 245 Millionen Kinder kriegerischen Handlungen ausgesetzt sind und Kinder häufig die ersten und größten Opfer im Krieg erbringen müssen. In Kriegsregionen haben sie keine Möglichkeit ein geregeltes Leben zu führen oder zur Schule zu gehen. Kinder werden durch Kriegserfahrungen, wie einer permanenten Unsicherheit, dem Verlust von Bezugspersonen, das Erleben von Gräueltaten oder körperlichen Verletzungen, ein Leben lang geprägt. Darüber hinaus werden etwa 250 000 Kinder missbraucht, indem sie direkt mit Waffen als Kindersoldat*innen in Kriegen eingesetzt werden.
Alle Kräfte, die dies billigen und Kriegstreiberei in ihrer imperialistischen Ignoranz durchführen, sind auf das Schärfste zu verurteilen. Kinder brauchen einen geregelten Alltag, den Zugang zu Bildung und Sicherheit in ihrem Leben. Dies kann Kindern in Kriegsgebieten nicht ansatzweise garantiert werden, deshalb muss es für sie ein grenzübergreifendes Aufnahmerecht geben. Hier sehen wir Europa und besonders Deutschland in der Pflicht menschlich und humanistisch endlich einen Kurswechsel einzuleiten, um unseren Gleichaltrigen ein Aufwachsen in Sicherheit zu ermöglichen.
In Deutschland wird gleichzeitig auf öffentlichen Plattformen um Jugendliche für den Kriegsdienst geworben. Schon Minderjährige können sich bei der Bundeswehr verpflichten lassen. Wir kritisieren insbesondere die aktuelle Werbekampagne „Mach, was wirklich zählt.“, die mit auf „cool“ gemachten Sprüchen und Videos gezielt Jugendliche anspricht. Die Bundeswehr sollte in keiner Bildungseinrichtung werben dürfen. Dieses Vorgehen halten wir für zutiefst unmoralisch und menschenverachtend. Kein Kind sollte lernen zu töten!
Wir stehen am 12.02 für die Durchsetzung der Kinderrechte und fordern den Stopp von Waffenproduktion in und Waffenexporten aus Deutschland und der EU. Wir setzen uns für die Schaffung sicherer Fluchtwege und die Aufnahme von geflohenden Menschen, insbesondere von Kindern, ein. Wir sind ein Bündnis aus Menschen, die für eine offene Welt einstehen. Wir tolerieren keinen Antisemitismus, keinen Rassismus, keinen Sexismus und keine Diskriminierung jeglicher Art.

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