Alle Beiträge von jamila

Freiheit für Uiguren, Kasachen und Kirgisen in China!

Am 21.08.2019 ab 19.00 Uhr im SUB, Goslarsche Straße 20A, 38118 BS

Über 1,5 Millionen Uiguren, Kasachen und Kirgisen sind im Nordwesten Chinas willkürlich in Umerziehungslager eingesperrt. Dort werden sie einer systematischen Gehirnwäsche durch die chinesischen Behörden unterzogen. Ziel der Kommunistischen Partei Chinas ist es, die Kultur und Sprache dieser muslimischen, turksprachigen Minderheiten auszulöschen. Auch im Ausland versucht China, Kritiker seiner Menschenrechtsverletzungen mundtot zu machen. Hanno Schedler, Referent für Genozidprävention der Gesellschaft für bedrohte Völker, stellt die Arbeit seiner Organisation für ethnische und religiöse Minderheiten dar und informiert über die Hintergründe der Menschenrechtsverletzungen und berichtet über die Bemühungen der chinesischen Regierung, sich gegenüber anderen Staaten als Musterland der Menschenrechte zu präsentieren.

Peer Leader International Braunschweig beendet Aktivität.

Sechs Jahre haben wir als Kreisverband mit der Braunschweiger Gruppe des
Vereins Peer Leader International kooperiert.

Gemeinsam konnten wir einige lohneswerte Ideen und Projekte umsetzen,
haben viel gelernt und sogar internationale Kontakte geknüpft.

Da einige der Aktiven bereits weggezogen sind oder dies vorhaben, hat
die Gruppe entschieden ihr Projekt nun zu beenden.

Wir sagen Danke für die gute Zusammenarbeit!

Sommerdinx 2019

Wir freuen uns, euch hiermit zum diesjährigen und damit inzwischen fünften Sommerdinx am wunderschönen Heiligensee einzuladen!

Denn auch in diesem Sommer wollen wir wieder eine Woche gemeinsam wegfahren um aus dem Alltagsstress auszubrechen und uns gegenseitig zeigen, dass ein besseres Leben möglich ist. Egal ob du nur eine kleine Pause von Mitbewohner*innen und Familie brauchst, ob du deine Genoss*innen aus anderen Städten wiedersehen willst, ob du dich endlich mal wieder mit anderen Dingen beschäftigen willst, als immer nur Ausbildung, Uni, Lohnarbeit und Schule oder ob du dich einfach nur austauschen willst darüber, warum du mit dieser Welt keinen Frieden schließen willst – auf dem Sommerdinx ist für all dies Platz!
Campalltag heißt für uns: Jeden Morgen ausgiebig Brunchen, und dann in den Workshops zusammen über verschiedenste linke Theorie und Praxis diskutieren, die Welt analysieren und uns den Kopf darüber zerbrechen, wie wir sie verändern können. Unser Fokus soll dieses Jahr noch stärker darin liegen, voneinander zu lernen, aktuelle Diskussionen aus unseren Politgruppen einmal in Ruhe auszudiskutieren, uns für gemeinsame Aktionen zu vernetzen und uns darüber auszutauschen, wie wir unsere politische Arbeit in nächster Zeit gestalten wollen.
Und weil dieses Sommerdinx gleichzeitig unser erstes großes Jubiläum ist, wollen wir auch nicht vergessen uns alle auch ein bisschen selbst zu feiern für das, was wir in den letzten Jahren zusammen auf die Beine gestellt haben! Denn jede*r Einzelne zählt, wenn es darum geht, für alle eine schöne Zeit auf dem Sommerdinx zu ermöglichen!
Das gilt natürlich auch für das inhaltliche Programm: Wenn du also Lust hast, selbst einen Workshop anzubieten oder ein Thema hast, das dich interessiert, schreib uns einfach unter kv@falken-bs.de! Wir schauen dann zusammen, wie wir dich unterstützen können oder suchen nach einer Person, die sich vorstellen kann, etwas dazu vorzubereiten.
Wir freuen uns auf dich!

Das Sommerdinx findet dieses Jahr auf dem Zeltplatz Heiligensee bei Berlin statt.

Anmelden kannst du dich unter: kv@falken-bs.de

Für das komplette Anwesenheit beim Sommerdinx gilt:
Reduziert: 60€
Normal: 100€
Soli: 160€

Falls du aus finanziellen Gründen nicht mitfahren kannst, melde dich bei uns. Gemeinsam finden wir eine Lösung!

Girls just wanna have Fun-damental rights – das Internet als Ort feministischer Aktion

Am 03.07.2019 um 18 Uhr im SUB; Goslarsche Straße 20A, 38118 BS
Feminismus ist inzwischen ein Thema was sowohl im medialen als auch im sozialwissenschaftlichen Diskurs Relevanz gewonnen hat. Beim Betrachten von feministischen Diskursen kommt man heute nicht um den Begriff „Netzfeminismus“ herum. Netzfeminist*innen veröffentlichen Texte in Blogs oder Onlinemagazinen, sie sind via Twitter, Facebook und Instagram vernetzt, tauschen sich aus und können z.B. durch Hashtags („#“) schnell auf tagesaktuelle Geschehnisse reagieren. In diesem Workshop soll es darum gehen einen Überblick zu erhalten und um Strategien zu entwickeln die einen in der täglichen feministischen Arbeit im Netz unterstützen.

  • mit Amina Yousaf, Netzfeministin

Übergriffe und Morddrohungen: Rechter Straßenterror ist für uns Alltag

Braunschweig, 25.06.2019

Mitglieder der militanten Neonaziszene in Braunschweig haben eine öffentliche
Morddrohung gegen den Sprecher des Bündnisses gegen Rechts ausgesprochen und sich dabei direkt auf den Mord an Walter Lübcke bezogen. Schon früher übten sie häufig Gewalt gegen linke und zivilgesellschaftliche Gruppen aus – auch gegen die SJD – Die Falken.
Erst jüngst erschienen Medienberichte über eine offene Morddrohung gegen David Janzen, Sprecher des Braunschweiger Bündnisses gegen Rechts, durch die örtliche Neonaziszene. Lasse Richei, Mitglied der rechtsradikalen Kampfsportgruppe „Adrenalin Braunschweig“, schrieb auf Instagram: „Heute Walter, morgen
Janzen“.

Der Bezug zum Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, der mutmaßlich ebenfalls von einem Neonazi ermordet wurde, ist nicht zu übersehen. Schon zuvor hatte sich ein Mitglied der Gruppe öffentlich mit dem mutmaßlichen Täter solidarisiert und ihn als „Bruder in Haft“ bezeichnet.


Dabei sind Richei und „Adrenalin Braunschweig“ keine Unbekannten.

Schon 2016 wurde Christopher Krauß als
Mitarbeiter der SJD – Die Falken von Richei gemeinsam Pierre Bauer, einem verurteilten Nazischläger und weiterem führenden Mitglied der Gruppe, überfallen und verprügelt. Wenige Wochen später griffen sie Schüler*innen auf dem Gelände der Neuen Oberschule an und verletzten dabei einen Genossen der SJD – Die
Falken so schwer, dass er wochenlang stationär im Krankenhaus behandelt werden musste. Zu dieser Zeit versuchten die Nazis mehrfach sich gewaltsam Zutritt zu den Räumlichkeiten des Verbands zu verschaffen und bedrohten die Jugendlichen im Haus.

Die Vorgänge um die Morddrohung gegen David Janzen und die Angriffe auf die SJD – Die Falken werden Gegenstand der Sendung Panorama 3 sein, die heute Abend um 21.15 Uhr im NDR ausgestrahlt wird.
Rechte Gewalttaten und Einschüchterungsversuche erscheinen in der Öffentlichkeit häufig als Ausdruck
krimineller Einzeltäter*innen. Dabei sind die Neonazis tatsächlich europaweit vernetzt und unterhalten Kontakte zur Partei „Alternative für Deutschland“, die mittlerweile flächendeckend in den deutschen Parlamenten vertreten ist und sich bei den anstehenden Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg als stärkste Kraft etablieren könnte.

So nahm etwa Pierre Bauer an einer Europawahlkampfveranstaltung der AfD
in Braunschweig teil. Auch bei den Ausschreitungen in Chemnitz und den dortigen Angriffen auf Journalist*innen war die Gruppe beteiligt. Anstatt dieses Problem jedoch ernst zu nehmen und neonazistische Straftaten konsequent zu ahnden, üben sich die staatlichen Behörden in apathischer Zurückhaltung. Im Falle der Morddrohung gegen David Janzen ließ die Braunschweiger Polizei lediglich verlauten, man solle solchen Aussagen keinerlei Beachtung schenken, um
dem Hass der Neonazis die Plattform zu entziehen.


Dazu Jana Herrmann, Bundesvorsitzende der SJD – Die Falken:


„Es ist in keinster Weise hinnehmbar, dass militante Neonazis in Braunschweig über Jahre hinweg linke
Einrichtungen bedrohen, Menschen zusammenschlagen und Morddrohungen aussprechen, ohne dass sich ein
konkreter Wille der Polizei erkennen lässt, diese Straftaten konsequent zu verfolgen. Rechtsradikale Netzwerke
reichen mittlerweile weit in die deutsche Politik und auch in Organe wie Polizei und Verfassungsschutz hinein.
Wenn gewalttätige Nazis ignoriert werden, während antifaschistische Aktivist*innen überall in Deutschland von Kriminalisierung und Repression betroffen sind, versagt die Demokratie. Gerade linke und
zivilgesellschaftliche Gruppen stellen aktuell das wichtigste gesellschaftliche Bollwerk gegen neonazistische Aktivitäten dar und müssen vor rechtem Terror geschützt werden.