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Gedenkstättenfahrt nach Ausschwitz

Bis heute stellt der Nationalsozialismus mit seinen praktisch gewordenen Vernichtungsphantasien an Jüd*innen, Sinti und Roma, Homosexuellen, politischen Gegnern und als „asozial“ verfolgten Menschen einen nie da gewesenen Bruch mit jeglichen Vorstellungen der Moderne und ihren Errungenschaften dar.

Gleichzeitig fällt uns immer wieder auf, dass durch eine bloße Abgrenzung noch lange nichts über den Nationalsozialismus gewusst wird. Die Auseinandersetzung mit ihm, wie sie in Schule oder Politik praktiziert wird, bleibt moralisch und floskelhaft. Dem möchten wir etwas entgegensetzen. Wir wollen zusammen an einer Kritik des Nationalsozialismus arbeiten, die darauf abzielt, ihn unmöglich zu machen.

Uns beschäftigen deshalb u.a. folgende Fragen:

  • Was war der Nationalsozialismus und wodurch wurde er gesellschaftlich ermöglicht?
  • Aus welcher gesellschaftlichen Situation wurde der Nationalsozialismus in Deutschland etabliert?
  • Warum wurden Menschen in dieser Situation zu Faschisten? Wie sah der Alltag im Nationalsozialismus aus?
  • Wer waren die verschiedenen Opfergruppen des Faschismus? Welche Rolle spielte Antisemitismus im Nationalsozialismus?
  • Welche Formen der Kritik am National-sozialismus und des Widerstandes gab es?
  • Was bedeutet das für uns heute? Welcher Zusammenhang besteht zwischen unserer heutigen Gesellschaft und neuen Formen rechter Bewegungen?

Diese und andere Fragen wollen wir während 3 gemeinsamer Vorbereitungswochenenden klären. Mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Göttingen, Braunschweig und Wolfsburg besuchen wir dann in den Herbstferien die Gedenkstätte in Ausschwitz. Für die Teilnahme an der Fahrt ist es wichtig, an allen Vorbereitungstreffen teilzunehmen.

 

Zeitraum: 27.-29.4.18; 8.-10.6.18; 31.8.-2.9.18; 6.-13.10.2018

Alter: 14-27 Jahre

Ort: Seminarhäuser in Niedersachsen, Oświęcim/Polen

Kosten: wird noch bekannt gegeben/ circa 50-80€

Mädchenspektakel 2018

Jedes Jahr organisieren die Falken für euch das berühmt-berüchtigte Mädchenspektakel!
Ein Wochenende haben wir Zeit, gemeinsam mit vielen anderen Mädchen und jungen Frauen alles auszuprobieren, worauf wir immer mal Lust hatten, aber uns bisher noch nicht so richtig getraut haben. Wir lernen, uns selbst zu verteidigen und laut und bestimmt “Nein!” zu sagen, wenn uns etwas nicht passt. Wir tackeln, dribbeln und foulen auch mal. Wir backen, wir basteln, wir bauen und tanzen. Und wir lernen gemeinsam, was andere Frauen Tolles geleistet haben, um ihre und unsere Rechte zu erkämpfen!
Fast alles ist möglich an diesem Wochenende und jede kann einen Teil dazu beitragen! Zu diesen Themen könnt ihr Workshops besuchen: Kreatives Schreiben, Selbstbehauptung, HipHop/Streetdance, Graffiti und Streetart, Bauen und Basteln, Ballsportarten ausprobieren, Theater, Geschichten berühmter Frauen und viele mehr!
Ihr kennt das Mädchenspektakel noch nicht? Dann wird es aber höchste Zeit!

 

Zeitraum: 21.-23.9.2018

Alter: 6-16 Jahre

Ort: Barsinghausen bei Hannover

Kosten: 40€/35€ für Falkenmitglieder

Alternative Orientierungsphase

Du bist neu in Braunschweig und fängst gerade an zu studieren? Du würdest gerne die Vielseitigkeit der alternativen, antirassistischen und antifaschistischen Verbände, Gruppen und Organisationen in Braunschweig kennenlernen, dich mit interessanten Inhalten beschäftigen und neue Kontakte knüpfen, hast aber bisher nur Einladungen zu reinen Kneipentouren quer durch die Stadt bekommen?
Wir, das sind die besagten unterschiedlichen Verbände, Gruppen und Organisationen aus Braunschweig, würden die feierische Gönnung gerne mit politischen Inhalt und persönlichen Austausch garnieren und haben dafür vom 16.10. bis 09.11. zwei abwechslungsreiche Wochen auf die Beine gestellt, in denen ihr von allem etwas findet. Das vollständige Programm findet ihr hier:

 

Wir würden uns freuen, dich bei unseren alternativen Orientierungswochen kennenzulernen und uns auszutauschen. Und wie immer gilt: bring your friends!

Studentenverbindungen in Deutschland. Ein kritischer Überblick aus antifaschistischer und feministischer Sicht.

Studentenverbindungen in Deutschland. Ein kritischer Überblick aus antifaschistischer und feministischer Sicht.

Das Milieu des studentischen Verbindungswesen in Deutschland hat seinen Ursprung in der Nationenbildung des 19. Jahrhunderts und prägte die Studierendenschaft maßgeblich im deutschen Kaiserreich wie in der Weimarer Republik. Auch gegenwärtig sind Studentenverbindungen an so gut wie allen Universitäts- oder Hochschulstandorten zu finden. Der Vortrag „Studentenverbindungen in Deutschland – Ein kritischer Überblick aus antifaschistischer und feministischer Sicht“ bietet einen ersten kritischen Überblick über dieses strukturell konservative Milieu und beleuchtet dabei ihre Strukturen, ihre geschichtliche Entwicklung und ihre gesellschaftliche Bedeutung.

Donnerstag: 2.11. um 19.00 Uhr im Falkenzentrum Sub.

Antisemitismuskritische Bildungsarbeit

Antisemitismuskritische Bildungsarbeit

Fortbildung und Methodenschulung zu antisemitismuskritischer (Jugend-) Bildungsarbeit
20.10.2017 – 22.10.2017, Braunschweig
Alle Infos: www.nfj-bs.de

Antisemitismus ist und bleibt ein Thema und leider auch ein Problem in Deutschland. Auch wenn sich die öffentlich-medialen Debatten um das Thema meist um Migranten*innen als vermeintlich ‚neue Träger‘ des Antisemitismus in Deutschland drehen, so belegen die Zahlen der empirischen Vorurteilsforschung, dass Antisemitismus nach wie vor ein gesamtgesellschaftliches Problem ist.
Politische Bildungsarbeit kann einen Beitrag zur kritischen Bearbeitung von Antisemitismus leisten. Sie sollte den Antisemitismus in seinen unterschiedlichen Formen und Ausprägungen zum Gegenstand kritischer Auseinandersetzung mach-en. Darüber hinaus gilt es, den Blick für die ver-schiedenen, oft komplexen und oft schwer durch-schaubaren Motivlagen zu schärfen, also zu versehen, wer sich wann, warum und in welcher Form antisemitisch positioniert. Neben selbstreflexiv arbeitenden Lehrenden, benötigt politische Bildungsarbeit dafür auch geeignete Lehrmittel.
In der durch die KIgA e.V. entwickelten Fortbildung und Methodenschulung wollen wir uns daher der Frage widmen, was Antisemitismus ist und in welchen Formen er sich äußern kann. Im Fokus werden pädagogische Konzepte und Materialien stehen, die im Rahmen des Modellprojekts „Anders Denken. Politische Bildung gegen Antisemitismus“ des KIgA e.V. für die Arbeit mit Schülern*innen der Sekundarstufe I (ab 14 Jahre) und Sekundarstufe II (ab 16 Jahre) entwickelt wurden. Die Bildungskonzepte fokussieren aktuelle Formen des Antisemitismus wie den israelbezogenen Antisemitismus, den sekundären Antisemitismus und antisemitische Verschwörungsideologien. Sie zielen auf die Befähigung zu Ambiguitätstoleranz und kritischer Urteilskompetenz ab und sind modular einsetzbar.
Gemeinsam mit Euch möchten wir die Methoden und den Bildungsansatz kritisch diskutieren und hoffen dabei, auch Anregungen für die eigene pädagogische Praxis liefern zu können. Im Rahmen der Methodenschuldung erhaltet Ihr daher auch eine von KIgA e.V. entwickelte Borschüre mit Anleitungen sowie die Downloadmöglichkeit für alle Materialien, um die Bildungskonzepte auch eigenständig durch-führen zu können oder sie in die eigene Praxis zu integrieren.
Wir freuen uns über Eure Teilnahme und spannende Diskussionen!

Datum:
Freitag, 20.10.2017, 17.00 Uhr – 20.00 Uhr und
Samstag, 21.10.2017, 10.00 Uhr – 18.00 Uhr und
Sonntag, 22.10.2017, 10.00 Uhr – 15.00 Uhr

Ort:
Jugendcafé der Naturfreundejugend
Altewiekring 53, 38102 Braunschweig

Anmeldeschluss:
17.10.2017

Hier geht’s zum Anmeldeflyer: www.nfj-bs.de (Flyer ist nach Download auch digital ausfüllbar.)

Anmeldungen bitte an:
Naturfreundejugend Braunschweig
Goslarsche Str. 99, 38118 Braunschweig
Mail: naturfreundeladen@web.de
Fax: 0531 890019
Tel.: 0531 890018