Schlagwort-Archive: FEMINISMUS

Kritik der (Debatte um) Prostitution

Kritik der (Debatte um) Prostitution

Die Frage nach dem Umgang mit Prostitution/Sexarbeit bezeichnet eine der großen Spaltungslinien des gegenwärtigen Feminismus. In der Debatte stehen sich vor allem zwei Positionen gegenüber: Zum einen die der Liberalisierung, die in erster Linie gegen das „Hurenstigma“ arbeitet und die Anerkennung der Sexarbeit als normalen Beruf fordert. Dem steht die Position der Prostitutionsgegnerschaft gegenüber, welche Prostitution als Verletzung der Würde der Frau wertet und die Nachfrage (d.h. die Freier) kriminalisieren will. Beide Positionen prallen regelmäßig aufeinander und scheinen kaum miteinander vereinbar.

Der Vortrag unterzieht beide Positionen einer Kritik, indem er ihre Auslassungen aufzeigt. So ist eine Kritik des Elends in der Prostitution zweifelsfrei notwendig – ein Verbot der Nachfrage kann aber kaum die adäquate Antwort darauf sein.

Beginn: 01.11. um 19.00 Uhr im Sub.

Studentenverbindungen in Deutschland. Ein kritischer Überblick aus antifaschistischer und feministischer Sicht.

Studentenverbindungen in Deutschland. Ein kritischer Überblick aus antifaschistischer und feministischer Sicht.

Das Milieu des studentischen Verbindungswesen in Deutschland hat seinen Ursprung in der Nationenbildung des 19. Jahrhunderts und prägte die Studierendenschaft maßgeblich im deutschen Kaiserreich wie in der Weimarer Republik. Auch gegenwärtig sind Studentenverbindungen an so gut wie allen Universitäts- oder Hochschulstandorten zu finden. Der Vortrag „Studentenverbindungen in Deutschland – Ein kritischer Überblick aus antifaschistischer und feministischer Sicht“ bietet einen ersten kritischen Überblick über dieses strukturell konservative Milieu und beleuchtet dabei ihre Strukturen, ihre geschichtliche Entwicklung und ihre gesellschaftliche Bedeutung.

Donnerstag: 2.11. um 19.00 Uhr im Falkenzentrum Sub.

Methoden der Geschlechtersensiblen Pädagogik

Geschlechterreflektierende Pädagogik will das herrschende System des Patriarchats und die Heteronormativität aufbrechen. Sie bezieht sich klar auf feministische Gesellschaftskritik. Im Kapitalismus wirken viele Ungleichheitsachsen, Geschlecht ist nur eine Kategorie, allerdings eine zentrale. Geschlecht meint dabei ein gesellschaftliches Verhältnis, das schon vor der Geburt eines Menschen den Lebensweg manifestiert und täglicher Bestandteil der Lebensrealität eines jeden Menschen ist.

Mit gendersensibler Pädagogik wollen wir Kindern und Jugendlichen nicht nur Begriffe an die Hand geben, sondern ihnen ermöglichen, sich kritisch mit eigenen und fremden Geschlechterrollen und damit verbundenen Zumutungen auseinanderzusetzen und freiere Möglichkeiten des Zusammenlebens zu entwickeln. Gleichzeitig wollen wir ihnen die Bedeutung von eigenen und fremden individuellen Grenzen deutlich machen und sie für einen sensiblen Umgang begeistern.

Doch was bedeutet dieser Anspruch konkret? Welche Methoden haben wir für welche Altersgruppe zur Hand? Wie können und wollen wir mit Kindern über und an Geschlechterrollen, Körperbilder, sexualisierte Gewalt, Grenzen und Grenzverletzungen sprechen und arbeiten? Wann arbeiten wir koedukativ, wann lieber in geschlechterhomogenen Gruppen? Das alles wollen wir uns in diesem Wochenendseminar aneignen und uns darüber hinaus mit eigenen Erfahrungen, der eigenen Sozialisation und deren Auswirkung auf unsere pädagogischen Tätigkeiten auseinandersetzen.

Das Seminar vom 17.11. – 19.11. wird von von einer erfahrenen Gendertrainerin der Falken Sachsen geleitet und ist Teil unserer Helfer*Innenschulung, mit der ihr die Juleica beantragen könnt.
Das Seminar fndet in Göttingen statt und kostet 25€/20€ für Falken inkl. Unterkunft und Verpflegung.

Jugendleiterschulung

Wie funktionieren Gruppenprozesse? Was sind die Grundlagen emanzipatorischer pädagogischer Praxis? Warum sind Spiele (nicht nur) mit Kindern so wichtig? Wie initiiert und belgeitet man demokratische Selbstorganisationsprozesse? Wie gestalte man Gruppentreffen so, dass alle mitkommen und alle beteiligt sind?
Wie bekommt man mehr als 10 Leute rechtzeitig satt und achte dabei auf alle persönlichen Vorlieben und Einschränkungen?
Wie gehen wir präventiv gegen Mobbing und sexualisierte Gewalt vor?

Fragen über Fragen, die nicht nur in der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sondern in jedem linken, selbstorganisierten Zusammenhang beantwortet werden wollen. Bei unseren Fortbildungen zur Juleica (Jugendleiter*Innencard) lernst du (fast) alles, was du für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und für einen gelingenden Gruppenprozess in der Politgruppe an Handwerkszeug brauchst.

Interesse? Dann melde dich zur Schulung zur Gruppenhelfer*In vom 29.09. – 03.10.2017 an und erwirb damit deine Juleica. Anmelden könnt ihr euch im Büro oder unter: http://kv.falken-bs.de/events/anmeldung/

Juleica 2017

Juleica

Wie funktionieren Gruppenprozesse? Was sind die Grundlagen emanzipatorischer pädagogischer Praxis? Warum sind Spiele (nicht nur) mit Kindern so wichtig? Wie initiiert und begleitet man demokratische Selbstorganisationsprozesse? Wie gestalte man Gruppentreffen so, dass alle mitkommen und alle beteiligt sind?
Wie bekommt man mehr als 10 Leute rechtzeitig satt und achte dabei auf alle persönlichen Vorlieben und Einschränkungen?
Wie gehen wir präventiv gegen Mobbing und sexualisierte Gewalt vor?

Fragen über Fragen, die nicht nur in der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sondern in jedem linken, selbstorganisierten Zusammenhang beantwortet werden wollen. Bei unseren Fortbildungen zur Juleica (Jugendleiter*Innencard) lernst du (fast) alles, was du für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und für einen gelingenden Gruppenprozess in der Politgruppe an Handwerkszeug brauchst.

Interesse? Dann melde dich zur Jugendleiter*innenausbildung (Juleica)  vom 07.04. – 10.04.2017 an.

Kosten: 45€/ Falken 40€

Ort: Fredelsloh