Materialistische Analyse von Migration und europäischem Grenzregime

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Datum/Zeit
Date(s) - 17/05/2019
18:30 - 21:00

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Passend zur Europawahl am 26.05.2019 wollen wir über die EU-Abschottungspolitk innerhalb und außerhalb Europas und über kapitalistische Unterdrückungsmechanismen als Fluchtursachen sprechen.

In den letzten Jahren wurde in der europäischen Öffentlichkeit immer wieder die gleiche Einordnung der Rolle der EU im “Sommer der Migration” vorgenommen. Das Leiden und Sterben der Menschen auf dem Weg nach und durch Europa wird als ein unvermeidbares Unglück dargestellt. Dabei wird ausgeblendet, dass die EU durch ihre Außen- und Wirtschaftspolitik eine
große Verantwortung an der Entstehung der Fluchtbewegungen trägt. Es wird vergessen, dass das Leid der Menschen während der gefährlichen Flucht nicht naturgegeben ist, sondern Folge einer politischen Entscheidung in Europa –
der Entscheidung für die Abschottung.

Perspektivlosigkeit, Krieg und Umweltzerstörung zwingen Menschen zur Migration. Diese Krisen können nicht nur lokal verstanden werden, sondern müssen in ihren globalen Zusammenhängen von Ungleichheit und kapitalistischer Ausbeutung erklärt werden. Diese gewaltsame Inbewegungssetzung der Ware Arbeitskraft in Richtung der Industrien steht jedoch im Widerspruch zur Abschottung der europäischen und nationalen Grenzen. Diese Abschottungspolitik wird durch nationalistische und rassistische Ideologie geleitet, die wiederum im engen Zusammenhang zum Krisencharakter des Kapitalismus stehen. In diesem Vortrag werde ich also die Zusammenhänge zwischen Migration, Abschottung und der kapitalistischen Produktionsweise analysieren, um somit eine tiefere Kritik der europäischen Außen- und Abschottungspolitik zu ermöglichen.

Reader zum Vortrag:  https://ineumanity.noblogs.org/reader-festung-europa/

Referent*innen: Vertreterin von inEUmanity

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