Alle Beiträge von sascha

Die politische Situation in der Westsahara

Vor 42 Jahren wurden hunderttausende Menschen aus der Westsahara durch mauretanische und marokkanische Besatzer zur Flucht in die algerische Saharawüste gezwungen. Dort leben sie bis heute in Flüchtlingssiedlungen, die vom Rest der Welt abgeschnitten sind und immer noch einem Provisorium gleichen.
Wir werden uns in dem Vortrag mit der politischen Situation der Westsahara und den Lebensbedingungen der Menschen in den algerischen Flüchtlingscamps beschäftigen.

Der Vortrag beginnt am 28.6. um 19.00 Uhr im Sub, Bohlweg 55.

Siebdruckseminar im B58

Siebdruckseminar im B58

Vom 11.5.– 13.05.2018 gibt es im B-58 wieder einmal ein spitzenmäßiges Siebdruckseminar. Hier habt ihr die Möglichkeit eure eigenen Shirts, Taschen, Aufnäher (oder was auch immer ihr wollt) selbst zu bedrucken. Alles was ihr mitbringen müsst ist ein Motiv (als einfarbige Schwarz – Weiss Vorlage auf einem USB Stick), Textilien zum Bedrucken, Spass und Freude.

BITTE KOMMT PÜNKTLICH!!

Beginn täglich 15.30 Uhr Ende etwa 22.00 Uhr

Euch kostet der Spass eine Unterschriften ansonsten ist es free.

Um eure schicken Motive mitnehmen zu können müsst ihr euch leider wegen der Trocknungsphase nach dem Druck einen Tag Wartezeit gönnen.

Materialtipp:
Bei Textilien hält der Druck auf reiner Baumwolle am längsten und besten.

Geschlecht als Wille und Design: Feministische Kritik an Queer

Queer wird häufig als Erbe des Feminismus dargestellt. Dabei werden in queeren Bewegungen Annahmen über Geschlecht gemacht, die aus feministischer Perspektive durchaus zu kritisieren sind. Zugespitzt seigt sich in der Aussage, Gender sei eine „Spielwiese“ (H. Yaghoobifarah) – vermischt mit dem Appell, dass diese auch zu bespielen sei – eine voluntaristische Auffassung von Geschlecht. Diese kann nicht nur in eine Verharmlosung der gewaltsam wirkenden Geschlechterbinarität in dieser Gesellschaft kippen; sie birgt dadurch auch die Gefahr, feministische Forderungen zu untergraben.

In diesem Vortrag soll sich über eine Auseinandersetzung mit aktuellen Aussagen queerer Gruppen an die Rolle von Geschlecht in dieser Gesellschaft angenähert werden. Dem Frausein, so wird sich zeigen, ist so leicht nicht zu entkommen.

Der Vortrag findet am 03.05. um 19.00 Uhr in den Räumen der Falken im Bohlweg 55 statt.

Proletarierinnen organisieren sich – die Gebärstreikdebatte von 1913

1913, kurz vor dem Ausbruch des ersten Weltkriegs, propagierten Hunderte Berliner Proletarierinnen, die Hamburger Arbeiterin Alma Wartenberg sowie die zwei Ärzte Moses und Bernstein einen Gebärstreik. Die SPD-Führung, als Gegnerin dieser Forderung, rief unter der Losung „Gegen den Gebärstreik!“ Versammlungen in Berlin ein. Die als Rednerinnen geladenen, bekannten und einflussreichen sozialistischen Theoretikerinnen Rosa Luxemburg, Clara Zetkin und Luise Zietz prägten die dort geführte Debatte durch komplette Verweigerung eines politisch geführten Gebärstreiks (ganz im Sinne der SPD-Führung).

In welchen Verhältnissen lebten proletarische Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts? Wie bedingten diese das entstehen der Debatte? Welche

Möglichkeiten hatten sie, über Schwangerschaften selbst zu entscheiden? Wie nahm sich die sozialistische Frauenbewegung ihrer Interessen an? Welche patriarchale Strukturen werden erkennbar? Die 1913 geführte Gebärstreikdebatte wirft all diese Fragen auf.

In diesem Vortrag versucht Minna Mariak die Fragen unter einem materialistischen Blickwinkel zu beantworten.

Der Vortrag beginnt am 12.4. um 19.00 Uhr in den Räumen der Falken, Bohlweg 55.