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Kritik der Konsumkritik

Tritt heutzutage der seltene Fall ein, dass tatsächlich einmal öffentlich über Kapitalismus gesprochen wird, dann ist der Begriff des „Konsums“ meistens nicht weit. Tatsächlich ist für viele Menschen die heutige Gesellschaft kein Kapitalismus, sondern eine „Konsumgesellschaft“. Aber stimmt das überhaupt?

Wir wollen uns in unserer Veranstaltung ein wenig genauer mit der Frage beschäftigen, welche Rolle der Konsum eigentlich in unserer Gesellschaft spielt. Dabei werden wir über bestimmte Formen des Reichtums ebenso sprechen wie über die Tatsache, dass die Welt immer mehr zusammen wächst und trotzdem alle immer einsamer werden. Denn darin liegt unserer Meinung nach der Schlüssel, warum so viel über Konsum(ismus) und so wenig über Kapital(ismus) geredet wird. Schließlich wollen wir daran anknüpfend fragen, wohin uns all jene Praktiken bringen können, die am Konsum ansetzen, um diese Gesellschaft zu verändern. Hilft uns ein „bewusster Konsum“ weiter? Müssen wir vielleicht sogar lernen, zu verzichten? Ist der Einkaufszettel tatsächlich ein Wahlschein? Wir wollen euch vorstellen, was wir zu diesen Fragen denken und mit euch diskutieren, was ihr dazu denkt.

Die Veranstaltung beginnt am 17.5.2017 um 19.00 Uhr im Sub, Bohlweg 55.

Hat hier grade jemand Spaltung gesagt?

Hat hier grade jemand Spaltung gesagt? Eine Reise durch die Theoriegeschichte der Linken mit Julian Bierwirth (Falken Göttingen)

Das Linke die Gesellschaft verändern wollen, gilt als Gemeinplatz. Auch, dass sie eine bessere, eine freiere, eine gleichere Gesellschaft wollen, wird oft unterstellt. Und doch scheinen sich Linke bei all dieser Gemeinsamkeit nicht einig darüber, was und wohin sie eigentlich wollen. Wir wollen daher an diesem Abend gemeinsam auf die Geschichte der linken, emanzipatorischen Bewegungen schauen um herauszufinden, wo die Ursachen für die vielen linken Szenestreitigkeiten liegen. Eine zentrale Bedeutung wird dabei dem traditionellen Marxismus zukommen, der als eine Art Urbild emanzipatorischer Gesellschaftstheorie noch heute als Bezugs- und Abgrenzungspunkt linker Theorien und Bewegungen eine zentrale Rolle spielt. Von hier aus wollen wir ein Verständnis unterschiedlicher linker Strömungen entwickeln.

Der Vortrag beginnt am 10.3. um 19.00 Uhr im Sub.

The Game and the Players – Grundlagen und Kritik des traditionellen Marxismus

Der traditionelle Marxismus gilt nicht zu Unrecht als eine Art Urbild der emanzipatorischen Gesellschaftstheorie. Doch im Laufe vieler Jahre linker Bewegungspraxis haben sich auch viele Kritiken an diesem Modell herausgebildet. In dieser Veranstaltung wollen wir uns zunächst die Grundlagen des traditionellen Marxismus erarbeiten. In einem zweiten Schritt wollen wir die gängigen Kritiken ausbreiten. Dabei geht es vor allem um alternative Lesarten der Marx’schen Theorie (Operaismus, Kritische Theorie, Wertkritik), aber auch um grundsätzliche Kritiken (Poststrukturalismus). Vor diesem Hintergrund wird dann auch möglich ein Grundverständnis für aktuelle innerlinke Auseinandersetzungen zu entwickeln.

 

TTIP – Kritische Überlegungen gegen das Freihandelsabkommen

Informations- und Diskussionsveranstaltung am 14.04.16 um 19:00 Uhr im Sub, Bohlweg 55

Derzeit wird über den Abschluss des Weltweit größten Freihandelsabkommen verhandelt: TTIP das möglichst schnell zwischen der EU und den USA abgeschlossen werden soll, entpuppt sich als großer Aufreger, etwa eine viertel Millionen Menschen demonstrierten am 10.10.2015 gegen TTIP und Freihandelsabkommen. Wenn man den KritikerInnen der Freihandelsabkommen glauben schenken darf, unterminiert der Staat seine eigene Handlungsfähigkeit und gibt Kompetenzen ab für Wirtschaftswachstum was am Ende gar nicht so groß sein soll.

In diesem Vortrag wird versucht zu erläutern was die Geschichte hinter Freihandelsabkommen ist und was das Interesse der Herrschenden an TTIP ist. Aus einer Analyse des bürgerlichen Staates als kapitalischer Staat soll versucht werden zu erläutern warum der Staat seinen BürgerInnen TTIP und andere Freihandelsabkommen zumutet. Häufig hervorgebrachte Kritikpunkte an TTIP sollen dargestellt und diskutiert werden wie eine Kritik an TTIP aussehen könnte die sich nicht das Interesse Staates zu eigen macht, sondern den Schaden der Menschen in den Mittelpunkt stellt.

„This is not a lovesong“ oder Einführung in den Antikapitalismus

„This is not a lovesong“
oder Einführung in den Antikapitalismus

Das Thema Kapitalismus ist nicht mehr aus den öffentlichen Diskussionen wegzudenken. Regelmäßig erscheinen kapitalismuskritische Artikel in allen großen Zeitschriften oder neue Bücher in den Bestsellerlisten. Schaut man allerdings genauer hin, wird sich meistens damit begnügt Reformen wie z.B. weniger Wachstum oder mehr Regulation der Wirtschaft zu fordern.
In unserem Seminar aber, wollen wir nicht erklären warum sich ein schönes Leben nur im Kapitalismus denken lässt. Vielmehr wollen wir uns anschauen, wie der Kapitalismus funktioniert. Was sind die grundlegenden Prinzipien einer Gesellschaft, die ständig Armut, Ausbeutung, Hunger, Burn-out und Krieg produziert?

Im Seminar wollen wir uns das aber nicht nur abstrakt anschauen, sondern mit euren eigenen Erfahrungen belegen. Sei es nun im Betrieb, Arbeitsamt, in der Uni, Schule oder an der Supermarktkasse. Wie hängt das, was wir tagtäglich erleben mit dem Kapitalismus zusammen?
Außerdem soll es um die Frage gehen, welche Rolle uns als Linke in diesem ganzen Spiel zukommt und wie eine antikapitalistische Praxis aussehen könnte.

Bei Interesse im Kreisverband melden! Es kostet 15 Euro für Verpflegung + Schlafplätze