Schlagwort-Archive: Jugendpolitik

Fortress Europe

In dem Vortrag wollen wir über die EU-Abschottungspolitk innerhalb und außerhalb Europas und über aktuelle Asylrechtsverschärfungen sprechen. Dabei wird beleuchtet wieso Menschen fliehen und inwiefern die EU dafür mitverantwortlich ist. Seit 1997 regeln die Dublin-Verordnungen, welcher EU-Mitgliedsstaat zuständig für Asylverfahren und Aufnahme von Geflüchteten ist.

Trotz jahrelanger Kritik an diesem System hat die EU-Kommission einen Entwurf zur Reformierung des Dublinsystems vorgelegt. Inhalt ist eine rassistischere und restriktivere Abschottungs- und Abschiebepolitik.

Dublin IV steht im Kontext des europäischen Abschottungssystems. Dieses beinhaltet u.a. das Verhindern legaler und sicherer Fluchtwege, die Kooperation mit diktatorischen Drittstaaten, um Flüchtende aufzuhalten, die Operationen von Frontex auf dem Mittelmeer, die verschiedenen nationalen Asylrechtsverschärfungen der letzten Jahre und die Einstufung von immer mehr Ländern als „sichere Herkunftsstaaten“.

Die Liste der Unterdrückungsmechanismen, durch die Menschen davon abgehalten werden sollen, nach Europa zu kommen, ist lang und sie drückt aus, was geflüchtete Menschen für die EU darstellen: Ein unerwünschtes Produkt des globalen Wirtschaftssystems und der eigenen Machtpolitik. Dass Menschen vor unmenschlichen Zuständen in ihren Heimatländern fliehen, ist kein überraschender Unfall, sondern logische Konsequenz der imperialistischen Politik der EU. Wirtschafts- und Lebensgrundlagen im Globalen Süden werden systematisch zerstört. Durch IWF und Weltbank werden ganze Staaten kontrolliert. Kriege werden durch EU-Staaten, je nach Interessenlage, indirekt durch Waffenlieferungen oder direkt durch militärische Interventionen befeuert. Nach herrschender Logik sind Menschen, die für das Kapital nicht produktiv sind, nichts wert. Geflüchtete können so bestenfalls Mitleid und humanitäre Hilfe erwarten, aber keine Begegnung auf Augenhöhe und keine Anerkennung ihrer Menschenrechte.

Referent*innen: Vertreter von inEUmanity

Der Vortrag findet am 16.06.2017 um 19.00 Uhr in den Räumen der Falken, Bohlweg 55, statt.

„Die Türkei nach dem Referendum – Wohin bewegt sich das Land?“

„Die Türkei nach dem Referendum – Wohin bewegt sich das Land?“

Am 3. Mai wird alljährlich auf die Verletzungen der Pressefreiheit aufmerksam gemacht. Die Sozialistische Jugend – Die Falken lädt zu diesem Anlass in Kooperation mit dem Jugendring Braunschweig e.V. zu einer Veranstaltung über die aktuelle Situation in der Türkei ein:

Ausnahmezustand, Krieg gegen die kurdische Bevölkerung, Verhaftungswellen gegen Oppositionelle und der Vorwurf der Wahlmanipulation – Unter diesen Bedingungen hat die AKP-Regierung in der Türkei ihre Verfassungsänderung mit einer sehr knappen Mehrheit von 51,37% in einem Referendum durchgedrückt. Mit der Verfassungsänderung wird die Gewaltenteilung in dem Land aufgehoben, die Demokratie abgeschafft und der Weg für eine Präsidialdiktatur freigemacht.

Wie konnte es soweit kommen? Wir möchten die Ursachen für die Entwicklung der Türkei zu einer Diktatur und die Perspektiven für das Land nach dem Referendum beleuchten. Dabei möchten wir auch zur Frage überleiten: Was hat das Ganze mit uns in Deutschland zu tun? Denn die Türkei ist fast täglich auf der Tagesordnung der deutschen Öffentlichkeit und drängt sich auch angesichts der hohen Zustimmung für die Verfassungsänderung unter den Türkeistämmigen in Deutschland immer wieder auf. Auch reaktionäre Kräfte in Deutschland nutzen diese Diskussion um alle Türkeistämmigen als „Erdogan-Anhänger“ zu pauschalisieren und dazu aufzufordern Deutschland zu verlassen. Umso wichtiger ist es in dieser Frage Klarheit zu schaffen und sich nicht spalten zu lassen. Denn jetzt ist Solidarität untereinander und zu den demokratischen Kräften in der Türkei mehr denn je gefragt.

Referent: Sedat Kaya, Mitglied des Bundesvorstandes der DIDF-Jugend

Beginn der Veranstaltung ist um 18.00 Uhr in  den Räumen der Sozialistischen Jugend – Die Falken, Bohlweg 55.

Gemeinsam rappen lernen – mit MC Nuri und Hosain!

Gemeinsam rappen lernen – mit MC Nuri und Hosain!

Das „Rappen“ gewann zuerst in den 70er Jahren in den USA an Popularität. Zahlreiche Rap–Projekte, wie Run – DMC oder NWA betraten die Bühne und Publikum begann zu wachsen.
Rap beinhaltete stets auch politische und soziale Themen, wie sie zum Beispiel von Public Enemy immer wieder lautstark ins Bewusstsein ihrer Hörer gerückt wurden. Diese Gruppen machten sich den neuen Musikstil zunutze, um ihre Botschaften zu verbreiten und Missstände anzuprangern. Auch viele Rapper der heutigen Zeit nutzen die Musik, um von sich und ihrer Lebensgeschichte zu berichten und soziale wie politische Themen anzusprechen.
Wir wollen uns der Rapkultur nähern und lernen, dass jeder rappen kann. Von Freitag bis Sonntag werden wir gemeinsam Texte schreiben und uns ans Mikrophon wagen. Zu fetten Beats sprechen wir unseren Zeilen ein und lassen ein bombastisches Gesamtwerk entstehen.
MC Nuri und Hosain werden unseren Rap-Workshop leiten. Als erfahrene Musiker sind sie bereits mit “Strom & Wasser” durch die Lande getourt und haben ihre Rap- und Lebensgeschichte in dem Film “can’t be silent” festgehalten.
Sie werden uns zeigen auf was wir beim Texteschreiben und Rappen achten müssen. Mit ihrem Know-How und ihren Erfahrungen zeigen sie uns den einen oder anderen Kniff und unterstützen uns dabei, unsere Texte umzusetzen.
Für dich bedeutet das, dass du keine Vorkenntnisse mitbringen musst, sondern nur jede Menge gute Laune und Lust zu rappen – den Rest kriegen wir gemeinsam hin.
Wir freuen uns auf dich!
* Unsere Teamer*innen sprechen Russisch, Kumikisch, Persisch, Dari und Farsi

Teilnehmer*innenpreise

Mitglieder: 40,00€
Nicht-Mitglieder: 60,00€

Leistungen:

Übernachtung, Vollverpflegung (Frühstück, Mittag, Kaffe und Kuchen, Abendbrot) und ein tolles und spannendes Programm.
(Gemeinsame Anreise.)

Ort:
37444 St. Andreasberg

Anmeldeschluss:
02. Mai 2017

Teilnahmebedingungen:

Anmeldungen müssen grundsätzlich schriftlich erfolgen. Die Veranstaltung findet ab 12 Teilneh-mer*innen statt.
Der Teilnehmer*innenbeitrag ist bis zum 02. Mai 2017 auf folgendes Konto zu überweisen:

TV Die Naturfreunde, OG BS
IBAN: DE42 2501 0030 0019 7983 02
BIC: PBNKDEFF
Postbank Hannover
Verwendungszweck: Rapworkshop + Name des/der Teilnehmer*in

Den Anmeldeflyer findest du hier.

Maoismus

Maoismus

Kommunistische Strömungen, die sich auf die Theorie und Praxis des chinesischen Revolutionsführers Mao Zedong (1893-1976) berufen, existieren heute weltweit fast nur noch als Splittergruppen. Lediglich in wenigen Ländern Asiens stellen „maoistische“ Guerillaorganisationen eine ernste politische Herausforderung dar. In den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts jedoch bildete die Volksrepublik China nach ihrem historischen Bruch mit der Sowjetunion das Referenzmodell nicht nur für zahlreiche kommunistische Parteien der südlichen Hemisphäre, sondern auch für weite Teile der Neuen Linken in der westlichen Welt. Maos Revolutionstheorie mit ihrer starken Fokussierung auf den (in China von Bauern getragenen) „Volkskrieg“ in der Dritten Welt inspirierte viele Befreiungsbewegungen. Seine Politik der „Kulturrevolution“ mit ihrer Betonung des politischen Bewusstseins, der Masseninitiative erschien als zukunftsweisende Alternative zum bürokratischen und technokratischen Autoritarismus der Sowjetunion. Nach Maos Tod setzte sich in der Kommunistischen Partei Chinas jedoch schnell der pragmatische Flügel um Deng Xiaoping durch, der die radikalen Elemente von Maos Politik (rigoroser sozialer Egalitarismus, Primat der Politik vor der Ökonomie, wirtschaftliche Autarkie) verwarf. Dieser Kurswechsel hatte zur Folge, dass der Maoismus als internationale Strömung bis auf wenige militante Gruppen zerfiel. Aus heutiger Sicht erscheint der Maoismus somit in erster Linie als historisches Phänomen. Von Interesse bleibt die Auswertung der Erfahrungen dieser Strömung: Ihre in dieser Form einzigartige Verbindung marxistisch-leninistischer Orthodoxie mit einem voluntaristisch akzentuierten Linksradikalismus, der sich der sozialen Dimension technischer Arbeitsteilungen bewusst war und diese in Richtung auf einen alternativen Entwicklungsweg überwinden wollte, faszinierte die westliche Linke, erwies sich aber im Entwicklungsland China als nicht dauerhaft tragfähig. Dennoch hat der Maoismus Fragen im Hinblick auf demokratische Partizipation in einer sozialistischen Entwicklung aufgeworfen, die relevant bleiben, auch wenn seine Antworten unzureichend waren.

 

Der Vortrag findet am 9.6. um 19.00 Uhr im Sub statt. Der Referent ist Henning Böke, Autor des in der theorie.org erscheinenen Buches: Maoismus – China und die Linke – Bilanz und Perspektive.

Spiele, Spiele, Spiele – Das Spieleseminar

Spiele, Spiele, Spiele – Das Spieleseminar

19.5. – 21.5.2017

Warum spielen Menschen? Warum spielen wir bei den Falken? Welche Spiele eignen sich für welche Situationen? Was lernen Kinder durch welche Spiele und was Erwachsene? Und wie spiele ich eigentlich richtig? Wie leite ich Spiele richtig an? Und wie baue ich Spiele in mein Gruppenprogramm, die Spielaktion oder das Zeltlager ein? Mit diesen Fragen wollen wir uns beschäftigen und natürlich viel praktisch ausprobieren. Denn nur wer ein Spiel schon mal praktisch ausprobiert hat, kann es gut erklären. Wir wollen unsere eigene Scheu vorm Spielen verlieren, selber kreativ werden und jede Menge Spaß haben.

Das Seminar wird von zwei erfahrenen Spielpädagogen des Falkenflitzers Hamburg geleitet und ist Teil unserer Helfer*Innenschulung, mit der ihr die Juleica beantragen könnt.
Das Seminar kostet 25€/20€ für Falken inkl. Unterkunft und Verpflegung.

Anmeldung unter http://kv.falken-bs.de/events/anmeldung/ oder bei uns im Büro.