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Jugendleiterschulung

Wie funktionieren Gruppenprozesse? Was sind die Grundlagen emanzipatorischer pädagogischer Praxis? Warum sind Spiele (nicht nur) mit Kindern so wichtig? Wie initiiert und belgeitet man demokratische Selbstorganisationsprozesse? Wie gestalte man Gruppentreffen so, dass alle mitkommen und alle beteiligt sind?
Wie bekommt man mehr als 10 Leute rechtzeitig satt und achte dabei auf alle persönlichen Vorlieben und Einschränkungen?
Wie gehen wir präventiv gegen Mobbing und sexualisierte Gewalt vor?

Fragen über Fragen, die nicht nur in der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sondern in jedem linken, selbstorganisierten Zusammenhang beantwortet werden wollen. Bei unseren Fortbildungen zur Juleica (Jugendleiter*Innencard) lernst du (fast) alles, was du für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und für einen gelingenden Gruppenprozess in der Politgruppe an Handwerkszeug brauchst.

Interesse? Dann melde dich zur Schulung zur Gruppenhelfer*In vom 29.09. – 03.10.2017 an und erwirb damit deine Juleica. Anmelden könnt ihr euch im Büro oder unter: http://kv.falken-bs.de/events/anmeldung/

Vielfalt braucht deinen Standpunkt

Vielfalt braucht deinen Standpunkt

map the gap

Niedersachsen ist ein vielfältiges Land: Wenn man mit offenen Augen durch die Städte und Dörfer des Landes geht, findet man überall Beispiele für ein gelebtes Miteinander von Menschen verschiedener Herkunft, Kultur, Religion, sexueller Orientierung sowie mit und ohne körperliche/geistige Beeinträchtigungen – man findet aber auch überall Beispiele für bewusste oder unbewusste Ausgrenzung im Alltag oder Orte, an denen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF) schreckliche Folgen hatte bzw. hat.

Mit dem Projekt map the gap wollen wir jungen Menschen die Gelegenheit bieten, sich spielerisch mit den Chancen einer vielfältigen Gesellschaft und den negativen Folgen von GMF in ihrer Lebenswelt auseinanderzusetzen. GMF bezieht sich auf Diskriminierungsformen wie Rassismus, Sexismus, Fremdenfeindlichkeit oder die Abwertung von Obdachlosen.

So ist bspw. auch zu konstatieren, dass rechte Gewalt dieses Jahr in Niedersachsen wieder stark zugenommen hat. map the gap hat zum Ziel, junge Menschen für die Gefahr von Abwertung und Ausgrenzung sowie für die Potenziale einer vielfältigen Gesellschaft zu sensibilisieren. Gleichzeitig werden sie dazu bewegt, öffentliche Diskriminierung nicht einfach hinzunehmen, sondern darauf zu achten und sich zu positionieren.

Im Rahmen des Projektes map the gap sollen junge Menschen ihre Lebenswelt mit dem Blick auf Vorurteile, Ausgrenzung, aber auch Vielfalt genauer unter die Lupe nehmen. Dazu werden Workshops organisiert, in denen junge Menschen in ihrer Heimat Orte, die sie mit Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit oder auch Vielfalt in Verbindung bringen, identifizieren. Im Anschluss sollen sie eine Route erstellen, an welcher später mithilfe einer öffentlichen GPS-App Menschen langgeführt werden. Einzelne Punkte werden dann mit Informationen und Quizfragen versehen, so dass Spielende sich thematisch mit der jeweiligen Station auseinandersetzen müssen, um sich die neuen Koordinaten für die nächste Station zu erspielen. So sollen anschließend möglichst viele Menschen auf das Thema aufmerksam gemacht werden.

map the gap ist ein gemeinsames Projekt des Landesjugendrings Niedersachsen und des Zentrum Demokratische Bildung. Das Projekt wird aus Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur gefördert.

Damit wir planen können solltet ihr euch kurz unter: info@zdb-wolfsburg.de oder Mobil unter 0152 0190321 anmelden! Natürlich wird es in der Zeit auch Snacks & Getränke geben.

„Organisierungsansätze und Kampagnenstrategien der Neuen Rechten“

„Organisierungsansätze und Kampagnenstrategien der Neuen Rechten“

Mit dem Aufstieg der AfD und der PEgIdA-Bewegung ging ebenfalls eine größere Sichtbarkeit einer extrem rechten Strömung einher, die in den Jahren zuvor kaum mehr politische Erfolge erzielen konnte: Die Neue Rechte. Neben der Unterstützung nahestehender Akteure, wie etwa den völkischen AfD-Gruppierungen „Der Flügel“ und „Patriotische Plattform“, versuchen sich Teile der Neuen Rechten seit dem Auftreten der weithin als „Flüchtlingskrise“ titulierten Migrationsbewegungen an eigenen Kampagnen- und Organisierungsversuchen. Im Vortrag soll dabei die sog.
„Ein Prozent“-Kampagne im Vordergrund stehen, die etwa von Götz
Kubitschek, Jürgen Elsässer und Protagonisten der Identitären Bewegung ins Leben gerufen wurde.

Anna-Lena Heckel und Eric Angermann, beide aktiv in der
Basisdemokratischen Linken (BL) Göttingen, haben für die neue
Falken-Theoriezeitschrift „thug magazine“ den Beitrag „Kampagne für Menschenhass“ verfasst, der ebenfalls die „Ein Prozent“-Kampagne thematisiert.“

Der Vortrag findet am 4.07. um 19.00 Uhr in den Räumen der Falken statt.

Fortress Europe

In dem Vortrag wollen wir über die EU-Abschottungspolitk innerhalb und außerhalb Europas und über aktuelle Asylrechtsverschärfungen sprechen. Dabei wird beleuchtet wieso Menschen fliehen und inwiefern die EU dafür mitverantwortlich ist. Seit 1997 regeln die Dublin-Verordnungen, welcher EU-Mitgliedsstaat zuständig für Asylverfahren und Aufnahme von Geflüchteten ist.

Trotz jahrelanger Kritik an diesem System hat die EU-Kommission einen Entwurf zur Reformierung des Dublinsystems vorgelegt. Inhalt ist eine rassistischere und restriktivere Abschottungs- und Abschiebepolitik.

Dublin IV steht im Kontext des europäischen Abschottungssystems. Dieses beinhaltet u.a. das Verhindern legaler und sicherer Fluchtwege, die Kooperation mit diktatorischen Drittstaaten, um Flüchtende aufzuhalten, die Operationen von Frontex auf dem Mittelmeer, die verschiedenen nationalen Asylrechtsverschärfungen der letzten Jahre und die Einstufung von immer mehr Ländern als „sichere Herkunftsstaaten“.

Die Liste der Unterdrückungsmechanismen, durch die Menschen davon abgehalten werden sollen, nach Europa zu kommen, ist lang und sie drückt aus, was geflüchtete Menschen für die EU darstellen: Ein unerwünschtes Produkt des globalen Wirtschaftssystems und der eigenen Machtpolitik. Dass Menschen vor unmenschlichen Zuständen in ihren Heimatländern fliehen, ist kein überraschender Unfall, sondern logische Konsequenz der imperialistischen Politik der EU. Wirtschafts- und Lebensgrundlagen im Globalen Süden werden systematisch zerstört. Durch IWF und Weltbank werden ganze Staaten kontrolliert. Kriege werden durch EU-Staaten, je nach Interessenlage, indirekt durch Waffenlieferungen oder direkt durch militärische Interventionen befeuert. Nach herrschender Logik sind Menschen, die für das Kapital nicht produktiv sind, nichts wert. Geflüchtete können so bestenfalls Mitleid und humanitäre Hilfe erwarten, aber keine Begegnung auf Augenhöhe und keine Anerkennung ihrer Menschenrechte.

Referent*innen: Vertreter von inEUmanity

Der Vortrag findet am 16.06.2017 um 19.00 Uhr in den Räumen der Falken, Bohlweg 55, statt.

„Die Türkei nach dem Referendum – Wohin bewegt sich das Land?“

„Die Türkei nach dem Referendum – Wohin bewegt sich das Land?“

Am 3. Mai wird alljährlich auf die Verletzungen der Pressefreiheit aufmerksam gemacht. Die Sozialistische Jugend – Die Falken lädt zu diesem Anlass in Kooperation mit dem Jugendring Braunschweig e.V. zu einer Veranstaltung über die aktuelle Situation in der Türkei ein:

Ausnahmezustand, Krieg gegen die kurdische Bevölkerung, Verhaftungswellen gegen Oppositionelle und der Vorwurf der Wahlmanipulation – Unter diesen Bedingungen hat die AKP-Regierung in der Türkei ihre Verfassungsänderung mit einer sehr knappen Mehrheit von 51,37% in einem Referendum durchgedrückt. Mit der Verfassungsänderung wird die Gewaltenteilung in dem Land aufgehoben, die Demokratie abgeschafft und der Weg für eine Präsidialdiktatur freigemacht.

Wie konnte es soweit kommen? Wir möchten die Ursachen für die Entwicklung der Türkei zu einer Diktatur und die Perspektiven für das Land nach dem Referendum beleuchten. Dabei möchten wir auch zur Frage überleiten: Was hat das Ganze mit uns in Deutschland zu tun? Denn die Türkei ist fast täglich auf der Tagesordnung der deutschen Öffentlichkeit und drängt sich auch angesichts der hohen Zustimmung für die Verfassungsänderung unter den Türkeistämmigen in Deutschland immer wieder auf. Auch reaktionäre Kräfte in Deutschland nutzen diese Diskussion um alle Türkeistämmigen als „Erdogan-Anhänger“ zu pauschalisieren und dazu aufzufordern Deutschland zu verlassen. Umso wichtiger ist es in dieser Frage Klarheit zu schaffen und sich nicht spalten zu lassen. Denn jetzt ist Solidarität untereinander und zu den demokratischen Kräften in der Türkei mehr denn je gefragt.

Referent: Sedat Kaya, Mitglied des Bundesvorstandes der DIDF-Jugend

Beginn der Veranstaltung ist um 18.00 Uhr in  den Räumen der Sozialistischen Jugend – Die Falken, Bohlweg 55.